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Nackt Sport treiben - als natürlicher Teil der Natur

Sportliche Aktivitäten nackt zu betreiben war in der Antike mehr als tausend Jahre lang üblich. Das griechische Wort »Gymnasium« für die Stätte des sportlichen Trainings enthält deshalb die Silbe gym = nackt, weil man zur Gym - nastik selbstverständlich nackt war.

Über mehr als tausend Jahre hinweg wurden auch alle wichtigen Sportwettkämpfe der Welt nackt ausgetragen (neben den Olympischen Spielen auch die Pythischen Spiele in Delphi, die Isthmischen Spiele in Korinth, u. a. m.).

Dies währte so lange, bis im 5. Jahrhundert u. Z. die christliche Kirche per Verbot dieser sportlichen Tradition ein Ende setzte. Damals gab es unter den Kirchenfürsten noch keine so weisen Leute wie Papst Johannes Paul II.

Seit dem kirchlichen Verbot im 5. Jhdt. ist das nackte Sporttreiben aus der Mode gekommen, obwohl gerade beim Sport der Körper und seine Ertüchtigung im Mittelpunkt steht und jedes Kleidungsstück nur hinderlich ist - und überflüssig, mit Ausnahme von Schutzkleidung bei Sportarten wie Fechten, Ski- oder Bobfahren.

Natürlich mache ich meine Gymnastik-Übungen nackt, um fit zu bleiben. Natürlich gehe ich nur dann und nur dort schwimmen, wo man das auch nackt tun kann, natürlich gehe ich nur nackt wandern und joggen, so lange die Temperaturen das erlauben. Golfspielen habe ich aufgegeben: Im Club waren selbst Bermudas verpönt und galten als ungehörig. Nacktgolfen ist zwar selten, aber um so schöner!

Das Nacktkegeln, das einige Aktiv-Naturisten gern im Winterhalbjahr einschieben, wenn für die nackten Outdoor-Aktivitäten die Wetterbedingungen zu schlecht sind, ist sicher nicht besonders sportlich ausgerichtet, wenn auch der Muskelkater in den Beinen am nächsten Tag spürbar ist - die kegeltypischen Beugungen müssen halt von Muskeln getragen werden, die im Alltag wenig beansprucht werden. Natürlich steht beim Nacktkegeln wie bei den meisten Amateur-Kegelclubs die gesellige Komponente im Vordergrund. Und wie fühlt man sich dabei? Ganz normal. Nur freier als mit Klamotten. Allerdings nicht annähernd so gut wie in der freien Natur eines Sommerwalds bei einer Nacktwanderung!

Heute werden über den natury Nacktivitäten-Kalender zahlreiche sportliche Nacktivitäten angeboten. Dazu gehören Aktivitäten mit Fußball, Volleyball, Yoga, Schwimmen/Baden/Sauna, Kegeln, Gymnastik, Fitnesstraining u. a. m. Interessierte melden sich per Mail oder Anmelde-Formular beim jeweiligen Initiator an und bilden Gruppen von meist zwischen 3 und 20 Teilnehmer(inne)n.

Ist das auch etwas für mich? Soll ich das einfach mal ausprobieren?

Muss ich mich nicht schämen?

Muss ich mich denn nicht schämen, wenn ich nackt bin und jeder alles von mir sehen kann?

Unsere Antwort: Als Naturist*in weiß man: Wir sind alle Geschöpfe Gottes oder Allahs oder der Evolution - zur Scham für unseren Körper besteht kein Anlass: Er ist uns geschenkt worden, und dafür können wir - so wie er nun 'mal ist - einfach nur dankbar sein!

Ich habe nichts zu verstecken - du vielleicht?

"I have nothing to hide - do you?" steht auf dem Lenker-Plakat der nackten Radlerin. Eine weise Erkenntnis, der wir uns nur anschließen können!

Aber ich bin zu dick. Aber ich habe zwei verschieden große Brüste. Aber ich habe so viele Leberflecken. Aber ich habe eine Operationsnarbe am Bauch. Aber mein Penis ist krumm. Aber mein Po ist nicht mehr straff. Aber ich habe fette Oberschenkel. Aber ich habe Orangenhaut.

Na und? Perfekt sind wir alle nicht. Sonst wären wir Filmsternchen oder Pornostars. Dann doch lieber normal! Unter Naturisten wird jeder ganz einfach so akzeptiert, wie er ist!

Ist denn das erlaubt?

Nacktwandern ist nicht verboten

In den »Westfälische Nachrichten« äußersten sich 2018 der Polizeisprecher von Münster und der Chef des Bürgerordnungs-Amts der Gemeinde Senden zum nackten Wandern: »Nacktwandern ist keine Belästigung und nicht zu verfolgen - jedenfalls, solange es beim nackten Wandern bleibt.«

Tatsächlich haben sich die Beamten nur zum Nacktwandern geäußert - danach wurden sie ja auch befragt. Aber ob man nun wandert, joggt, Nordic walking macht, mit Skateboard oder Inlinern unterwegs ist - natürlich kann dann auch keine dieser Betätigungen verboten oder zu verfolgen sein, solange es beim Bewegen in der Natur bleibt, d. h. solange man keine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begeht, etwa durch sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit. Und so etwas tun wir genau nicht!

Aber: Was in Deutschland gilt, gilt nicht überall

Gesetze haben immer einen beschränkten Gültigkeitsbereich: Sie gelten in Staaten, in Bundesländern oder in Gemeinden. Hier muss man also immer genau hinsehen, denn in verschiedenen Gegenden können völlig verschiedene Gesetze gelten.

In den meisten Ländern ist Nacktheit in der Öffentlichkeit nur dann verboten, wenn sie sexuellen Zielen dient. In manchen Ländern ist Nacktheit in der Öffentlichkeit aber generell verboten und wird ggf. als Straftat verfolgt. Außerdem gibt es in allen Ländern Orte, an denen Nacktheit verboten ist.

Viele Länder (Frankreich, …) benutzen in ihren Gesetzestexten auch Begriffe, von denen nicht klar definiert ist, was sie genau bedeuten. Hier kann man dann nur auf die Rechtspraxis schauen und sich ansehen, welche Urteile Gerichte in der Vergangenheit getroffen haben – die Rechtspraxis allerdings unterliegt dem zeitlichen Wandel.

Ob man denn nun nackt sein darf oder nicht - darüber solltest du dich vorher informieren. natury hilft dabei mit Informationen zu einzelnen Ländern unter Nacktes Recht.

Was sagen denn die Bekleideten?

Die Reaktionen sind praktisch immer positiv. Die Textilträger, die uns begegnen, machen meist eine lustige, freundlich gemeinte Bemerkung. FKK ist akzeptiert. Zumindest in Deutschland - schließlich gibt es hier eine 100-jährige FKK-Tradition und (laut Zahlen der Reisebranche) rund 8 Millionen Menschen, die Urlaubsreisen mit einem FKK-Ziel buchen.

Trotzdem gibt es ganz gelegentlich auch Ablehnung, damit musst du auch rechnen. Jeder, der sich positioniert, der trennt - in Zustimmung und in Ablehnung. Vielfach beruht die Ablehnung naturistischer Aktivitäten aber auf Unwissenheit, und die können wir durch Information verringern.

Und wenn mir einer komisch kommt?

Nacktes und textiles Miteinander am Gipfelkreuz

In einer Gemeinschaft nackter Menschen sind alle viel verständnis- und rücksichtsvoller, ja: zugewandter den anderen gegenüber. Das liegt wohl auch daran, dass man als Nackte(r) die eigene Verletzlichkeit sehr deutlich spürt und die Rücksicht, die man selbst erwartet, automatisch den anderen gegenüber entgegen bringt.

Du kannst also sicher sein, dass niemand dich in eine unangenehme Situation zu bringen versucht sondern im Gegenteil du herzlich aufgenommener Teil der Gemeinschaft sein wirst: In der Gruppe bist du gut aufgehoben!

Der erste Schritt ...

... ist der schwerste! Das war übrigens bei uns allen so - selbst die heute eifrigsten Naturisten haben es sich vor dem ersten Mal x-mal überlegt, ob sie teilnehmen sollen, und wie das wohl so abläuft! Aber ist der erste Schritt einmal getan, wächst die Überzeugung sehr schnell, es richtig gemacht zu haben. Bereut hat es noch niemand!

Hier gibt es noch einige  zu lesen. Hier geht es zur  an einer Nacktivität. Hier geht es zum  mit der Termin-Übersicht.

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