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natury wnbr

Nackt leben

Werde nacktiv!

Nackt leben - aber wie soll das gehen? Sogar die Neandertaler haben gelernt, dass man im kühlen Europa Kleidung braucht! Und selbst mitten im Sommer wird man nicht weit kommen, wenn man versucht, nackt im Supermarkt einkaufen zu gehen!

Öffentliche Nacktheit hat in unseren Städten meist keinen Platz - außer etwa auf Werbeplakaten, beim FKK und in der Kunst. Aber im privaten Bereich und außerhalb von Ortschaften, in der freien Natur, ist viel Raum für naturistische Aktivitäten. Und diesen Raum nutzen wir!

Aber ich traue mich nicht! Wie soll ich mich denn frei machen von meiner Erziehung und der allgemeinen Gewohnheit, immer und überall Klamotten zu tragen?

Das geht erst einmal allen so! Aber du kannst ja langsam üben. Beginnen kannst du damit, nackt zu Haus sein - es ist schon viel Natürlichkeit zurück gewonnen, wenn dein eigenes Nacktsein zur Gewohnheit wird und du dich selbst nackt akzeptierst. Und deine Familie lernt gleich mit!

Der nächste Schritt ist dann, dorthin zu gehen, wo Nacktheit gängig und akzeptiert ist: In die Sauna, in ein Schwimmbad mit Nacktbadebereich oder an einen FKK-Strand. Dort lernst du dann, dass du problemlos auch mit anderen Menschen gemeinsam nackt sein kannst.

Und dann kommt irgendwann auch der Wunsch auf, die völlige naturistische Freiheit auszuprobieren und an nackten Aktivitäten teilzunehmen, wie sie z. B. über natury initiiert werden: Über die natury-Website werden jedes Jahr viele Nacktwanderungen, nackte Fahrradtouren und andere Nacktivitäten initiiert, die meist in der freien Natur durchgeführt werden und dort ganz überwiegend auf wohlwollendes Interesse, ja Neugier unserer bekleideten Mitbürger treffen. Interessierte melden sich per E-Mail oder mit einem Anmeldeformular beim Initiator an und bilden Gruppen von 5 bis 50 Teilnehmer*innen.

Und was kann man so alles nackt machen?

Fast alles, was Spaß macht - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Schau selbst:

Du kannst natürlich nackt zu Haus sein

Dies ist das beste Training für dich selbst, Kinder und Partner*in, um sich an das Nacktsein zu gewöhnen und es als selbstverständlich zu erfahren. Ob es die Hausarbeit ist - man schwitzt ohnehin zu schnell mit der Kleidung - oder das Putzen von Gemüse, Kochen, Essen, Schularbeiten oder Spiele: Nackt zu Hause zu leben ist der Beginn allen Glücks!

Du kannst nackt schwimmen oder baden gehen

Dies ist traditionell die gängigste Praxis des Naturismus. In der Sonne liegen, im Sand spielen, sich zwischendurch im Wasser abkühlen und ein paar Meter schwimmen sind das pure Sommervergnügen. Am Meer kannst du nackt am Strand spazieren gehen, Muscheln sammeln, in den Dünen wandern, Badminton oder Beachvolleyball spielen oder Frisbee-Scheiben werfen.

Du kannst dein Garten-Hobby nackt ausüben

Die Pflege der Blumenbeete, Unkraut zupfen, die Blumen und das wachsende Gemüse hegen, abends die Pflanzen gießen. Aber natürlich könnt ihr auch vor dem Gartenhaus Kaffee trinken oder abends nackt grillen - aber beim Grillen muss man sich unter Umständen vor Funkenflug und Strahlungshitze schützen.

Du kannst dich nackt in der Natur bewegen

Ein Spaziergang im Wald ist das erste Training für eine längere Nacktwanderung. Für den Menschen ist es eine beglückende Lebenserfahrung, direkt an der Schönheit der Natur teilzuhaben, sie zu bewundern und zu schätzen - vielleicht sogar ein erfrischendes Bad in einer der natürlichen Duschen zu nehmen.

Du kannst dein Foto-Hobby nackt ausüben

Als Blumenfotograf widmest du dich nackt deinen Motiven und lässt dich nicht von störenden Ballast ablenken. Wenn du das Aktmodell vor einem skurrilen Hintergrund fotografierst, schaffst du Fotos mit exklusivem oder sogar künstlerischem Ausdruck.

Du kannst nackt Fahrrad fahren

Eine nackte Fahrradtour durch Wälder und Felder ist ein spannendes Erlebnis und gibt das erfrischende Gefühl, den Fahrtwind überall auf der Haut zu spüren. Es macht Lust, mit anderen Menschen an einem Welt-Nackt-Radel-Tag teilzunehmen - ein Event von besonderem Reiz, da es oft von internationaler Beteiligung geprägt ist.

Du kannst nackt Skateboard fahren

Wer Inline-Skaten bevorzugt, kann natürlich mitkommen - auch Scooterfahrer sind in etwa gleich schnell unterwegs und ebenso willkommen: Schließlich macht eine gemeinsame Nackttour mit mehreren Personen um ein Vielfaches mehr Spaß als eine Solo-Tour.

Du kannst das Hobby Körpermalen nackt ausüben

Das Bemalen des menschlichen Körpers mit Farbe kann zu einer kreativen künstlerischen Tätigkeit werden, aber auch wenn es eine Amateurambition bleibt, erfordert das gemeinsame Malen einerseits viel Einfühlungsvermögen und andererseits Vertrauen. Sie intensiviert vor allem die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen.

Du kannst nackt Kunst schaffen oder erleben

In der Kunst ist der nackte menschliche Körper ein häufiges Motiv, und einige Künstler arbeiten auch selbst nackt. Wer selbst Kunst schaffen möchte, kann das nackt machen und dann selbst Teil des Kunstwerks sein. Du kannst auch nackt Kunst genießen - im Theater, in einer Ausstellung, in einem Museum oder bei einer Veranstaltung.

Du kannst nackt Sport treiben

Der nackte Wettlauf ist immer einer der Höhepunkte des dänischen Roskilde-Festivals. Aber auch wenn es nicht darum geht, einen Lorbeerkranz zu gewinnen, ist der nackte Sport nicht nur angenehm menschlich und unmittelbar körperlich, sondern auch eine olympische Tradition: Zwischen 700 v. Chr. und 470 n. Chr. wurden olympische, pythische, Delphi- und andere Wettkämpfe stets nackt ausgetragen.

Du kannst nackt Yoga machen

In München und Berlin gibt es regelmäßig Nackt-Yoga-Kurse, an anderen Orten weniger regelmäßig. Aber natürlich kannst du diese Kombination von Körperpositionierung, Ruhe und Meditation auch im eigenen Garten oder zu Hause, in privaten Gruppen, ohne einen offiziellen Lehrer praktizieren - Figuren mit fantasievollen Namen wie "Paradiesvogel" oder "Seitlicher Engel" sind einladend genug.

Als Pferdeliebhaber*in kannst du deine Tiere nackt pflegen, bewegen und reiten.

Noch nie zuvor war das Gefühl der Einheit zwischen Reiter(in) und Pferd so intim wie bei einem Haut-zu-Fell-Kontakt! Wie beim Nacktradeln solltest du vielleicht an einen Helm denken, der im Falle eines Sturzes den Kopf schützt.

Ist das auch etwas für mich? Soll ich das einfach mal ausprobieren?

Muss ich mich nicht schämen?

Muss ich mich denn nicht schämen, wenn ich nackt bin und jeder alles von mir sehen kann?

Unsere Antwort: Als Naturist*in weiß man: Wir sind alle Geschöpfe Gottes oder Allahs oder der Evolution - zur Scham für unseren Körper besteht kein Anlass: Er ist uns geschenkt worden, und dafür können wir - so wie er nun 'mal ist - einfach nur dankbar sein!

Ich habe nichts zu verstecken - du vielleicht?

"I have nothing to hide - do you?" steht auf dem Lenker-Plakat der nackten Radlerin. Eine weise Erkenntnis, der wir uns nur anschließen können!

Aber ich bin zu dick. Aber ich habe zwei verschieden große Brüste. Aber ich habe so viele Leberflecken. Aber ich habe eine Operationsnarbe am Bauch. Aber mein Penis ist krumm. Aber mein Po ist nicht mehr straff. Aber ich habe fette Oberschenkel. Aber ich habe Orangenhaut.

Na und? Perfekt sind wir alle nicht. Sonst wären wir Filmsternchen oder Pornostars. Dann doch lieber normal! Unter Naturisten wird jeder ganz einfach so akzeptiert, wie er ist!

Ist denn das erlaubt?

Nacktwandern ist nicht verboten

In den »Westfälische Nachrichten« äußersten sich 2018 der Polizeisprecher von Münster und der Chef des Bürgerordnungs-Amts der Gemeinde Senden zum nackten Wandern: »Nacktwandern ist keine Belästigung und nicht zu verfolgen - jedenfalls, solange es beim nackten Wandern bleibt.«

Tatsächlich haben sich die Beamten nur zum Nacktwandern geäußert - danach wurden sie ja auch befragt. Aber ob man nun wandert, joggt, Nordic walking macht, mit Skateboard oder Inlinern unterwegs ist - natürlich kann dann auch keine dieser Betätigungen verboten oder zu verfolgen sein, solange es beim Bewegen in der Natur bleibt, d. h. solange man keine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begeht, etwa durch sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit. Und so etwas tun wir genau nicht!

Aber: Was in Deutschland gilt, gilt nicht überall

Gesetze haben immer einen beschränkten Gültigkeitsbereich: Sie gelten in Staaten, in Bundesländern oder in Gemeinden. Hier muss man also immer genau hinsehen, denn in verschiedenen Gegenden können völlig verschiedene Gesetze gelten.

In den meisten Ländern ist Nacktheit in der Öffentlichkeit nur dann verboten, wenn sie sexuellen Zielen dient. In manchen Ländern ist Nacktheit in der Öffentlichkeit aber generell verboten und wird ggf. als Straftat verfolgt. Außerdem gibt es in allen Ländern Orte, an denen Nacktheit verboten ist.

Viele Länder (Frankreich, …) benutzen in ihren Gesetzestexten auch Begriffe, von denen nicht klar definiert ist, was sie genau bedeuten. Hier kann man dann nur auf die Rechtspraxis schauen und sich ansehen, welche Urteile Gerichte in der Vergangenheit getroffen haben – die Rechtspraxis allerdings unterliegt dem zeitlichen Wandel.

Ob man denn nun nackt sein darf oder nicht - darüber solltest du dich vorher informieren. natury hilft dabei mit Informationen zu einzelnen Ländern unter Nacktes Recht.

Was sagen denn die Bekleideten?

Die Reaktionen sind praktisch immer positiv. Die Textilträger, die uns begegnen, machen meist eine lustige, freundlich gemeinte Bemerkung. FKK ist akzeptiert. Zumindest in Deutschland - schließlich gibt es hier eine 100-jährige FKK-Tradition und (laut Zahlen der Reisebranche) rund 8 Millionen Menschen, die Urlaubsreisen mit einem FKK-Ziel buchen.

Trotzdem gibt es ganz gelegentlich auch Ablehnung, damit musst du auch rechnen. Jeder, der sich positioniert, der trennt - in Zustimmung und in Ablehnung. Vielfach beruht die Ablehnung naturistischer Aktivitäten aber auf Unwissenheit, und die können wir durch Information verringern.

Und wenn mir einer komisch kommt?

Nacktes und textiles Miteinander am Gipfelkreuz

In einer Gemeinschaft nackter Menschen sind alle viel verständnis- und rücksichtsvoller, ja: zugewandter den anderen gegenüber. Das liegt wohl auch daran, dass man als Nackte(r) die eigene Verletzlichkeit sehr deutlich spürt und die Rücksicht, die man selbst erwartet, automatisch den anderen gegenüber entgegen bringt.

Du kannst also sicher sein, dass niemand dich in eine unangenehme Situation zu bringen versucht sondern im Gegenteil du herzlich aufgenommener Teil der Gemeinschaft sein wirst: In der Gruppe bist du gut aufgehoben!

Der erste Schritt ...

... ist der schwerste! Das war übrigens bei uns allen so - selbst die heute eifrigsten Naturisten haben es sich vor dem ersten Mal x-mal überlegt, ob sie teilnehmen sollen, und wie das wohl so abläuft! Aber ist der erste Schritt einmal getan, wächst die Überzeugung sehr schnell, es richtig gemacht zu haben. Bereut hat es noch niemand!

Hier gibt es noch einige  zu lesen. Hier geht es zur  an einer Nacktivität. Hier geht es zum  mit der Termin-Übersicht.

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