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»Pieces and Elements« im PACT Zollverein [12.05.17]

Isabelle Schad studierte 9 Jahre klassischen Isabelle Schad - Foto Bettina Stöss - Wikimedia Common LicenseTanz in Stuttgart. Danach tanzte sie 6 Jahre klassisches Ballett. Seit 1999 aber wandte sie sich vom Ballett ab und kreiert eigene choreographische Arbeiten und Projekte, die den menschlichen Körper in neuartiger Weise als Teil des Ensemble-Körpers darstellen und integrieren.

"Pieces and Elements" sind schon der zweite Teil einer Trilogie (nach "Collective Jumps"), in denen der Bewegungsablauf des einzelnen Menschen sich in den aller anderen Isabelle Schad - Solo fuer Lea - Wikimedia Common Licenseeinfügt zu einer harmonischen Gesamtbewegung, oder wo der abweichende Impuls eines Einzelnen von den anderen aufgenommen wird, so dass nach einer Zeit des Nebeneinanders konträrer Bewegung eine erneute Harmonie entsteht.

Spannend anzuschauen ist etwa das Zusammenwachsen der Arme von 6 TänzerInnen zu zwei tanzenden Schlangen, die sich unabhängig im Raum zu bewegen scheinen - die in schwarzer Kleidung steckenden Körper der Aktiven verschwinden optisch dabei nahezu vollständig.

Eindrucksvoll sind auch die nackt vorgetragenen, kollektiven Verrenkungen, die teils artistische Arm- und Beinstellungen präsentieren, teils sich mit akrobatischen Bewegungsabläufen auf der Bühne bewegen. Stets aber beeindruckt die sich immer wieder verlierende und dann wieder in neuer Gemeinsamkeit zusammenfindende Harmonie des Bewegungs-Geschehens.

Link: https://www.pact-zollverein.de/programm/pieces-and-elements

Link: http://www.tanzforumberlin.de/produktion/pieces-and-elements/

Nackt im Museum: »Nackt und bloß« im Landesmuseum Hannover [05.05.17]

23 Naturist(inn)en ließen sich von der Ausstellungs-Kuratorin über die Entwicklung der Aktmalerie und die sich ändernden Einstellungen zur Nacktheit und zu den Geschlechterrollen in der Gesellschaft vor gut 100 Jahren informieren, um die Gemälde und Grafiken von Corinth und seine dahinter stehende Motivation besser verstehen zu können. Bei mir persönlich löste das Bild mit der liegenden Frau und den beiden spielenden Kindern die intensivsten Nach-Empfindungen aus, denn von meinen Kinder-Geburtstagen (an heißen Julitagen nackt im Garten gefeiert) gibt es ganz ähnliche Fotos, genauso vertieft ins Spiel oder fröhlich winkend.

 

Die Naturist(inn)en hatten nach der Führung Gelegenheit, sich die "Kunstwelten" des Landesmuseums anzusehen, in denen man sich bis in das Kunstschaffen des 13. Jhdts. zurück bewegen kann. Ein fast 200 Jahre altes Standbild, das ein modern und jung wirkendes Paar zeigt, demonstiert, was auch heute noch hin und wieder anzutreffen ist: Er ist ganz selbstverständlich nackt, aber sie traut sich nicht. Da ist das lebendige Paar, das sich hinter dem steinernen an der Hand hält, halt 200 Jahre weiter.

Obwohl wir schon vor der Führung einen Teil des Museums erkundeten - ich fand auch die Moorleiche wieder, die mich als Schüler vor 60 Jahren das Gruseln lehrte - war die Zeit viel zu knapp, um alle Schätze des multi-thematischen Landesmuseums (Naturwelten = WasserWelten + LandWelten + Küsten- und LuftWelten, Menschenwelten = Evolution und Ethnologie, Kunstwelten, ...) gebührend zu würdigen: Wir kommen wieder, sogar in Klamotten, wenn es denn unbedingt sein muss!

Link: Facebook-Seite des Landesmuseums

Link: Instagram-Seite des Landesmuseums

Link: Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

Link: Facebook-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

Ankündigung vom [24.04.17]

Im Landesmuseum Hannover wird derzeit die Sonderausstellung Nackt und bloß. Lovis Corinth und der Akt um 1900 gezeigt. Wir dürfen uns diese Ausstellung ansehen und dabei selbst nackt im Museum sein: Am Freitag, den 5. Mai, zwischen 17:30 und 19:30. Ziel ist es, dass wir uns als Nackte tiefer und intensiver in die Situation des nackten Modells oder auch des Künstlers hineinfühlen wollen als dies möglich wäre, wenn wir uns der Barriere unterwerfen würden, die Kleidung nun einmal darstellt. Wir wollen mit voller Sensibilität der nackten Körperlichkeit nachspüren, die Modell und Künstler bei der Entstehung der Werke verspürt haben mögen - so wie uns das 2013 im Leopold Museum Wien und 2015 im LWL-Museum Münster (Westf.) auch schon möglich war.

Eine Führung durch Ausstellungskuratorin Dr. Barbara Martin dauert ca. 1 Stunde. Die Gruppe soll pro Führung nicht viel mehr als 25 Personen umfassen, weswegen wir bei großem Interesse zwei Gruppen bilden würden. Die jeweils andere Gruppe kann sich dann während der Führung frei in den KunstWelten bewegen und sich die Werke vom Mittelalter bis zur frühen Moderne anschauen. Darunter befinden sich Highlights von Cranach, Rubens, Rembrandt, Caspar David Friedrich, Liebermann und Monet.

Preislich kommt uns das Museum deutlich entgegen und berechnet pro Person 15 € für insgesamt 2 Stunden exklusiven Aufenthalt in den KunstWelten. Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte an über Anmeldung zu einem Nackt-Event.

Tipp: Natürlich dürfen auch bekleidete Personen (Partner(in), Kinder, Freunde, Bekannte, andere...) an diesem Sondertermin teilnehmen.

 

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